Auslandsjahr mit dem Parlamentarischen Patenschaftsprogramm in America!

Praktikumsbericht

PPP Praktikantin Lea Driesel und MdB Jens Lehmann vor seinem Wahlkreisbüro in Leipzig
PPP Praktikantin Lea Driesel und MdB Jens Lehmann vor seinem Wahlkreisbüro in Leipzig

Mein Name ist Lea Driesel und ich habe durch das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) die Möglichkeit erhalten, ein Jahr in den USA zu leben, die Kultur kennenzulernen und bei einer amerikanischen Familie zu wohnen.

Es kommt mir so vor, als ob es schon ewig her ist, als ich mein letztes Gespräch mit meinem Paten, Jens Lehmann, hatte. Seitdem ist so viel passiert; sei es der Flug in die USA, der tränenreiche Abschied oder mein erster Tag in der High School. Jeden Tag passiert etwas wunderbar Neues.

Zu aller erst kann ich sagen, dass meine Gastfamilie „ein Traum“ ist. Ich lebe mit meiner host mom, host dad und zwei Gastschwestern in Columbus, Ohio. Ich bin so glücklich und sie haben mir die ersten Tage sehr leicht gemacht. Sie behandeln mich als Teil ihrer Familie und wir unternehmen viel gemeinsam. An meinem ersten Wochenende, zum Beispiel, besuchten wir den Zoo und über das Labor Day Wochenende waren wir Kajak fahren. Außerdem gehen wir oft reiten, Volleyball spielen oder mit den Hunden in den Park.

Wohl eines der besten Tage war Homecoming. Auf diesen Ball habe ich mich schon so lange gefreut und war dementsprechend am Morgen richtig aufgeregt. Mein Kleid hatte ich schon zwei Wochen vorher gekauft. Am Nachmittag hat mich eine Freundin abgeholt und zusammen haben wir uns erst bei ihr fertig gemacht und anschließend ganz viele Fotos geschossen. Der eigentliche Homecoming-Ball war im Field House (eine riesige Turnhalle). Sie war schön geschmückt und ich habe den ganzen Abend getanzt bis ich meine Füße nicht mehr gespürt habe, aber es hat so viel Spaß gemacht.

Volleyball ist ein wichtiger Teil meines Lebens und gleich am Tag nach meiner Ankunft hatte ich mein erstes Volleyballtraining. Ich schaffte es trotz Jetlag ins Varsity Team, das ist hier das beste Team der Schule. Von Montag bis Freitag habe ich jeden Tag 2,5 Stunden Training und es macht so viel Spaß! Der Spirit beim Volleyball ist „amazing“. Vor jedem Varsity Spiel wird die Nationalhymne gespielt und alle in der Halle stehen auf und schauen zur amerikanischen Flagge. Es ist ein besonderes Gefühl und die ersten Male hatte ich sogar eine Gänsehaut. Danach werden wir mit Namen aufgerufen und klatschen das gegnerische Team ab, bevor das Spiel losgeht.

Schule in Amerika ist auch ein besonderes Erlebnis, weil es so anders als in Deutschland ist. Jeden Tag habe ich dieselben Fächer, die ich am ersten Tag wählen durfte. Meine Fächer sind: Chemie, Mathe, danach Lunch, US Government, Bioethics, Advisory, English and last but not least American History. In der Schule haben wir Zeit, die Hausaufgaben zu erledigen. Die Lehrer sind hier auch viel netter als in Deutschland. 😊 Man hat mehr das Gefühl, dass sie Freunde sind und somit ist der Unterricht auch viel entspannter.

Ein weiterer Unterschied zu Deutschland ist, dass ich jeden Sonntag in die Kirche zu einer Jugendgruppe gehe. Ich bin eigentlich nicht religiös, aber als ich meine Gastfamilie gefragt hat, ob ich mitkommen möchte, habe ich sofort zugesagt. Es war richtig spannend. Die Kirche an sich sieht nämlich gar nicht so aus wie eine typische deutsche Kirche, sondern eher wie eine Art Gemeindehaus. Das Gebäude ist riesig. Alle sind sehr nett und ich kann mich gut mit allen unterhalten. Wir reden meistens über verschiedene Bibelzitate, aber auch über Probleme, die Teenager haben können.

Ein weiterer Unterschied zu Deutschland ist, dass ich jeden Sonntag in die Kirche zu einer Jugendgruppe gehe. Ich bin eigentlich nicht religiös, aber als mich meine Gastfamilie gefragt hat, ob ich mitkommen möchte, habe ich sofort zugesagt. Es war richtig spannend. Die Kirche an sich sieht nämlich gar nicht so aus wie eine typische deutsche Kirche, sondern eher wie eine Art Gemeindehaus. Das Gebäude ist riesig. Alle sind sehr nett und ich kann mich gut mit allen unterhalten. Wir reden meistens über verschiedene Bibelzitate, aber auch über Probleme, die Teenager haben können.

Letzte Woche war mein allererstes Thanksgiving! Es war großartig und wir hatten so viel zu essen. Egal, ob Truthahn, Pies, Kartoffelbrei, Aufläufe, verschiedene Arten von Gemüse. Nachdem wir so viel gegessen haben, dass uns die Bäuche wehtaten, haben wir noch alle zusammen Football geschaut. So langsam verstehe ich es, aber es gibt so viele Regeln, dass ich immer noch dazu lerne.

Zum Schluss kann ich nur noch eins sagen. Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich wachse jeden Tag ein kleines bisschen mehr und bin so dankbar für die Möglichkeit, die ich Dank Jens Lehmann erhalten habe. Die ersten drei Monate sind hier so schnell vergangen. Ich habe so viele neue Leute kennengelernt, die ich niemals vergessen werde. Also nutzt die Möglichkeit auf ein Auslandsjahr mit dem Parlamentarischen Patenschaftsprogramm und bewerbt euch auf der Bundestagsseite https://www.bundestag.de/ppp ab Mai 2019. Es ist eine großartige Erfahrung!


Inhaltsverzeichnis
Nach oben