Wir brauchen mehr gelebte Verbundenheit mit unserem Land

Pressemitteilung

Die aktuell auflebende Diskussion über ein Dienstjahr in Bereichen wie der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, im sozialem Sektor oder auch der Bundeswehr begrüßt Jens Lehmann, Leipziger Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Verteidigungsausschuss, ausdrücklich. „Die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit Ihrem Diskussionsanstoß den Nagel auf den Kopf getroffen. Er gibt genau das wider, was auch ich in vielen Gesprächen mit Menschen aus unterschiedlichsten Gruppen unserer Gesellschaft immer wieder höre. Wir brauchen mehr gelebte Verbundenheit mit unserem Land und Engagement für unsere Gesellschaft“, so Lehmann.

Dabei hält der Leipziger Abgeordnete eine ergebnisoffene Debatte und fundierte Prüfung für wichtig. Jens Lehmann: „Eine Wiedereinsetzung der alten Wehrpflicht kann es nicht geben. Die fehlende Gleichbehandlung – der Hauptgrund für die Aussetzung im Jahr 2011 – läge sofort wieder auf dem Tisch. Auch kann die Bundeswehr mit dem maximal ein Jahr dienenden Rekruten heute nichts mehr anfangen, er wäre eine Belastung. Die Waffensysteme sind wesentlich komplexer geworden und erfordern deutlich mehr Ausbildung. Ein von der Gesellschaft gewünschter Dienst darf nicht zu Lasten der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr gehen. Dagegen kann ein Jahr Dienst im sozialen Bereich oder bei den Hilfseinrichtungen sehr sinnvoll sein. Ich wünsche mir, dass wir die Debatte gründlich führen und alle denkbaren Varianten prüfen.“

Dazu gehören für Lehmann auch Überlegungen, verschiedene Dienstformen unterschiedlicher Dauer mit attraktiven Anreizsystemen zu verbinden. „Ich finde zum Beispiel den Gedanken, die Zeit einer Dienstverpflichtung mit dem Erwerb von Ansprüchen auf ein Stipendium für eine spätere Ausbildung oder ein Studium sehr interessant!“, so Lehmann abschließend.

6. August 2018


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