Holocaust-Gedenken ist Mahnung und Auftrag

Gedenkfeier im Deutschen Bundestag

Quelle: unsplash.com
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Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit. Im Jahr 2005 erklärten die Vereinten Nationen den 27. Januar zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. 



In Erinnerung an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz fand heute im Deutschen Bundestag vor Beginn der Plenarsitzung eine Gedenkfeier statt. Die Gedenkrede hielt der international renommierte Historiker Prof. Dr. Saul Friedländer. Friedländer, selbst Überlebender des Holocaust, hat sich jahrzehntelang mit der Geschichte der Shoa auseinandergesetzt.

In seiner Gedenkrede sagte er, dass "Das Existenzrecht Israels zu verteidigen ist meiner Überzeugung nach eine grundsätzliche moralische Verpflichtung. Dies muss in einer Zeit wieder betont werden, in der auf Seiten der extremen Rechten und auf Seiten der extremen Linken Israels Existenz in Frage gestellt wird und der Antisemitismus in seinem traditionellen wie in seinem neuen Gewand wieder unübersehbar zunimmt."



Der tschechisch‐israelische Historiker wurde 1932 als Sohn einer jüdischen Familie in Prag geboren. Infolge der deutschen Besetzung emigrierte die Familie nach Frankreich. Während er im Versteck überlebte, wurden seine Eltern verhaftet und in Auschwitz ermordet. Nach dem Ende des Krieges wanderte Friedländer nach Israel aus. Er lehrte an der Hebräischen Universität in Jerusalem, an der Universität Tel Aviv und an der University of California, Los Angeles. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. dem Pulitzer-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.


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